Von Apachen und lustigen Witwen

Ein  stimmungsvoller Abend in der Villa Paulick mit faszinierenden Geschichten der Attersee-Villen und ihrer Bewohner. Grandios erzählt, gesungen und gespielt von der Historikerin Marie-Theres Arnbom, dem Schauspieler Georg Wacks und der Pianistin Christina Renghofer.

Absolut lesenswert:
Die Villen vom Attersee, Amalthea Verlag
Marie Theres Arnbom

Eindrucksvolle Bergkulisse, türkis-blaues Wasser – seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist der Attersee Sehnsuchtsort des Bürgertums und beliebtes Ziel der alljährlichen Sommerfrische. Industrielle, Bankiers, Ärzte, Gelehrte, Dichter, Künstler und Exzentriker bevölkerten Jahr für Jahr Seewalchen und Attersee, Unterach, Weißenbach oder Steinbach. Größen wie Johannes Brahms, Ignaz Brüll, Victor Léon, Gustav Klimt und Gustav Mahler verbrachten hier den Sommer, ebenso wie die Sopranistinnen Maria Jeritz und Hilde Güden oder die Schauspielerin Charlotte Wolter. Doch beherbergten die malerischen Villen des Attersees auch viele Menschen, deren Namen in Vergessenheit geraten sind. Diese und viele andere berührende Schicksale entdeckt Marie-Theres Arnbom auf iher spannenden Reise in die Vergangenheit des Attersees.

Absolut sehenswert:
Im Schatten der Venus, Theater an der Wien
Georg Wacks, Marie Theres Arnbom, Christoph Wagner-Trenkwitz
Premiere: Dienstag, 6. November 2018, 20:00 Uhr

Aufführungen: 7. / 8. / 10. / 11. / 27. / 29.  November 2018, 20:00 Uhr, 1. / 3. / 4. Dezember 2018, 20.00 Uhr
Konzeption und Regie: Georg Wacks
Ausstellung: Marie Theres Arnbom
Mitwirkende: Georg Wacks, Christoph Wagner-Trenkwitz, u.a.
Inhalt:  Im Herbst 1906 eröffnete im Souterrain des Theaters an der Wien das Theater und Kabarett „Die Hölle“ mit dem Walzer Mephistos Höllenrufe von Johann Strauss. Seit 2010 begeisterten dort erneut neun historische Kabarettprogramme und ein Tanzintermezzo Publikum und Presse. Während das öffentliche Österreich im Taumel der Republiksgründungsund Anschlussfeierlichkeiten schwelgt und versinkt, entwirft Georg Wacks, mit beharrlicher Unterstützung seines außergewöhnlichen Ensembles und kräftiger Zuhilfenahme der drei Newtonschen Gesetze, das spacigste Jubiläumsprogramm des historischen Kabaretts: Im Schatten der Venus. Das unglaubliche zehnte Programm wagt sich weit hinaus über die Grenzen bekannter Welten und Mythen. Zwischen Yin und Yang, Eisen und Kupfer, Saladin und Schopenhauer, Nikolaus von Myra und Frank Sinatra bewegt sich das immer frischere Ensemble und führt das geliebte Publikum durch Raum und Zeit ins Zentrum des Universums. Außergewöhnliche Darbietungen historischer Kabarett- und Varietépiecen, berührende Seemannslieder in noblen Kostümen, ewige aristokratische Gesänge, internationale Damen-Metamorphosen, japanische Tänze – sowie literarische Juwelen lassen bei strömendem Champagner und metaphysischer Stimmung die Atmosphäre der „Hölle“ wieder auferstehen und garantieren einen galaktisch vergnüglichen Abend. Die außerordentlich kunstvolle Ausstattung von Stefan Fleischhacker und Elena Schreiber steht ganz im Zeichen des 130. Geburtstags von Giorgio de Chirico. Lustige Texte von Adalbert Stifter, Fritz Grünbaum, Joachim Ringelnatz und Walther Mehring garantieren  literarischhumoristisches Niveau. Lieder von Marlene Dietrich, Gioachino Rossini, Frank Wedekind und Claude Debussy runden das Programm ab. Das feinfühlige Ensemble „Albero Verde“ besorgt in gewohnt vollkommenem Spiel die Musik. Marie Theres Arnbom präsentiert in der begleitenden Jubiläumsausstellung „Kabarett am Ende. 1918 – 1938 – 1968“ Erhellendes und neu verschollene Artefakte aus den Kabaretts. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Wendejahre der Republik, ihre gesellschaftlichen Umbrüche und deren Rezeption im Unterhaltungstheater.

 

 

 

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