Bild: Gustav Klimt, Fräulein Lieser, 1917; Bildquelle: Auktionshaus „im Kinsky“ Presseausschreiben auf der Homepage

Der Jahrhundertfund des Fräulein Lieser

Am Donnerstag verkündete das Wiener Auktionshaus “im Kinsky“ im Rahmen einer Pressekonferenz einen Jahrhundertfund. Das verschollene Bildnis mit dem Porträt einer jungen Damen, Fräulein Lieser, hatte sich in authentischer Pracht, wie der Standard schreibt, in einer österreichischen Privatsammlung erhalten. Bisher war das Gemälde nur über eine Schwarz-Weiß-Aufnahme aus dem Jahr 1922 bekannt. Das Porträt von 1917 wird im Zuge eines Restitutionsvergleiches im April in Wien versteigert und soll bis zu 50 Millionen Euro einbringen.

Gustav Klimt hatte das Werk nie vollendet. Es verblieb daher nicht signiert. Nach seinem Tod im Februar 1918 gelangte das Kunstwerk aus seinem Nachlass an die Auftraggeber-Familie, die dem gehobenen Bürgertum angehörte. Welchem Familienzweig es übergeben wurde, ist noch nicht bekannt. Es scheint auch nicht geklärt, welche Dame der Familie Lieser tatsächlich abgebildet wurde. Die Kunsthistorikerin Alice Strobel identifizierte 1984 in ihrem Werkverzeichnis der Klimt-Zeichnungen die Frau als Margarethe Constanze Lieser, Tochter von Adolf Lieser. Dies wurde in der weiteren Forschung übernommen.

Die Restitutionsforschungen sind bisher noch zu keinem Hinweis gelangt, ob es sich in der Vergangenheit um eine Entziehung, einer Beschlagnahmung oder um einen Notverkauf des Werkes handelte. Die Umstände des Verbleibes der Fräulein Lieser in der NS-Zeit, nach dem Zweiten Weltkrieg und bis in die 1960er konnten noch nicht geklärt werden.

Wir bleiben gespannt, was wir über dieses bereits legendäre Werk Gustav Klimts noch lesen dürfen!

Hier gelangen Sie zur Nachlese im Standard!

Foto: © Auktionshaus im Kinsky GmbH, Wien; Gustav Klimt, Fräulein Lieser, 1917; Presseausschreibung auf der Website des Auktionshauses “im Kinsky“

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